Gemeinsam stark

Im Schwarm wird aus vielen kleinen Stromspeichern ein virtuelles Kraftwerk, das das Netz stabilisieren und Regelleistung bereitstellen kann. Während die Technik marktreif ist, gibt es bei den Rahmenbedingungen noch Nachholbedarf. Nachzulesen in meinem Artikel für „Energie & Management“.

Gemeinsam stark


Mit der Speicherung von Strom verhält es sich wie mit fast jeder neuen Technologie: die Technik ist im Grunde stabil, erste Unternehmen bieten marktreife Produkte an, doch die erfolgreiche Marktdurchdringung scheitert zunächst an wirtschaftlichen Geschäftsmodellen. In der Regel kommt in solchen Fällen aus der Industrie ganz schnell die Forderung nach Förderung. Bei den Marktteilnehmern im Speichergeschäft – speziell im Geschäft mit Schwarmspeichern – ist das anders. Hier wären die Marktteilnehmer schon zufrieden, wenn die Politik bestehende Zugangshürden aus dem Weg schaffen würde.

In dieser Bescheidenheit steckt vor allem eines: die Überzeugung, dass die technischen Lösungen funktionieren. Und als echte Lösungen könnten sich Schwarmspeicher in der Tat herausstellen. Viele kleine Stromspeicher werden mittels moderner Kommunikationstechnologien miteinander verbunden und über eine intelligente Software gesteuert. Im Schwarm kommen die vielen kleinen Speicher auf eine nennenswerte Kapazität und können als virtuelles Kraftwerk betrieben werden. So können sie die schwankende Einspeisung von erneuerbaren Energien ausgleichen, die Netze stabilisieren, die Kosten des Netzausbaus senken. Und sie können sogar wichtige Systemdienstleistungen wie etwa die Bereitstellung von Regelenergie erbringen.

Mein Artikel über aktuelle Projekte und Erfahrungen aus der Praxis erscheint in „Energie & Management“, 1. Juni 2016, Ausgabe 11/16.